19. Juni 2019

Die Chemitas GmbH beabsichtigt beginnend im Jahr 2019 mehr Lagerflächen für Gefahrstoffe am Standort Goslar zu schaffen.

Durch Umklassifizierungen von insbesondere kobalt- und nickelhaltigen Gefahrstoffen sind die Lagerkapazitäten am Standort Goslar nicht mehr ausreichend, obwohl am Standort Goslar insgesamt nicht mehr Materialien verarbeitet oder produziert werden.

Als Standortbetreiber ist die Chemitas daran interessiert auch weiterhin als verlässlicher Partner für Ihre Kunden zu agieren, indem sie den Bedürfnissen der am Standort angesiedelten Gesellschaften Rechnung trägt.

Aus diesen Gründen soll das vorhandene Gefahrstofflager am Standort Goslar / Oker erweitert werden.

Bisher war eine Lagerung von max. 200t möglich, zukünftig soll eine Lagerung von max. 1000t möglich sein.

Zur Lagerung wird kein neues Gebäude entstehen, vielmehr wird ein bestehendes Lager durch Umbaumaßnahmen innerhalb des Gebäudes erweitert.

Die folgenden Sicherheitsaspekte sind dabei überprüft wurden:

  • Im bestimmungsgemäßen Betrieb des Gefahrstofflagers ist eine Freisetzung gefährlicher Stoffe vernünftigerweise ausgeschlossen. Freisetzungen sind nur bei Störungen möglich, wenn Gebinde so beschädigt werden, dass eine sichere Stoffumschließung nicht mehr gewährleistet ist. Solche Störungen sind insbesondere bei Transportvorgängen möglich.

  • Darüber hinaus kann ein Brand im Lager zur Bildung und Ausbreitung gefährlicher Stoffe führen. Eine Gefährdung der Nachbarschaft durch Wärmestrahlung ist dagegen aufgrund der Lage ausgeschlossen. Aus diesem Grund werden die beiden o.g. Szenarien im Sicherheitsbericht der Chemitas betrachtet.

  • Durch Beschädigung eines Gebindes könnte bei der Ein- und Auslagerung Staub freigesetzt und aufgewirbelt werden. Anschließend wird der Staub vom Wind transportiert. Bei diesem Szenario kann der IDHL- Wert** für Nickelverbindungen in dem Lagerbereich kurzfristig überschritten werden. Die Expositionszeit beträgt jedoch nur wenige Minuten und Personen könnten gesicherte Bereiche aufsuchen. Werte für Cobalt- oder Chromverbindungen werden bereits im Torbereich unterschritten.

  • Da das Lager vollständig umschlossen ist, Außen- und Zwischenwände sowie die Decke aus nicht brennbaren Materialien bestehen, kann davon ausgegangen werden, dass Brandgase nicht in gefährlicher Menge in die Atmosphäre gelangen.

  • Ausschließen eines Domino-Effektes: Von dem Gefahrstofflager können keine Auswirkungen auf benachbarte Anlagen ausgehen, die dort einen Störfall auslösen oder verstärken.

Alle Behörden sind kontaktiert und Maßnahmen, die für die Genehmigung und Begleitung dieses Verfahrens von Nöten sind, wurden bereits angestoßen. Dazu gehört unter anderem die Einbindung des Gewerbeaufsichtsamtes, welches ein Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung einleiten wird. Das Aktualisieren eines Brandschutzgutachten und folgend des Brandschutzkonzeptes für das Gebäude ist ebenfalls als einer der ersten Schritte angestoßen.

Die Chemitas lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein Kontakt aufzunehmen.

Gerne ermöglichen wir einen Rundgang, erläutern Ihnen das Vorhaben persönlich und beantworten alle auftretenden Fragen.

Ansprechpartnerin: Silke Borchers 05321 751 53473; silke.borchers@chemitas.de